Das letzte Meisterschaftssspiel der Auer-Elf fand im Hollabrunner Stadion bei Flutlicht statt. Da die bisher ungeschlagenen Gäste als Favoriten galten, wollte sich die Auer-Elf in diesem Spiel so teuer wie möglich verkaufen und erledigte ihre Sache auch sehr gut. Die Spielerinnen hatten noch die Partie gegen Nöchling in den Beinen und Zdenka Herkuczova, die sich am Samstag eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hatte, biss für dieses Spitzenspiel noch einmal die Zähne zusammen.
Die Begegnung ging beiderseits gleich sehr druckvoll los. Furth präsentierte sich spielerisch erwartet routiniert und so fingen sich die Gastgeber auch schnell das erste Gegentor ein. Julia Reiter hatte sich auf der linken Seite durchgetankt, ihren Pass verwertete Gudrun Peyerl zum 1:0 für die Gäste. Die Hollabrunner Mädels versuchten, ihre zwei schnellen Stürmerinnen mit weiten Bällen nach vorne in Szene zu setzen, was phasenweise gut gelang. In der 9. Minute schob Karin Windisch den Ball mit dem Außenrist an der Torfrau vorbei, das Leder traf aber nur die Stange. Zehn Minuten spielte Maria Wolf einen hohen Pass aus der Mitte heraus, Windisch zog im Straftraum ab und egalisierte. Nun war wieder alles offen und die Partie blieb spannend. Zdenka Herkuczova verfehlte mit einem satten Schuss nur knapp das Further Tor, fast im Gegenzug fiel dann der abermalige Führungstreffer für Furth. Irene Huber kam nach einem Eckball mit dem Kopf zum Ball und beförderte diesen genau ins Kreuzeck. Die Auer-Elf wollte diesen Rückstand nicht auf sich sitzen lassen und kämpfte engagiert weiter. Die angeschlagene Legionärin Herkuczova legte auf der rechten Seite ein sehenswertes Solo hin und schloss dieses mit einem tollen Schuss (mit dem schwächeren linken Fuss) genau unter die Latte ab. So ging es mit 2:2 in die Pause, für Hälfte zwei dieses auf hohem Niveau geführten Matches war wieder alles offen.
Nach dem Seitenwechsel ging es gleich ereignisreich weiter. Hollabrunns Abwehrchefin Maria Reisinger hatte sich am Kopf verletzt und wurde kurzfristig außerhalb des Spielfeldes behandelt. Just in dieser Phase kassierten die Heimischen das 2:3. Nach einem Abpraller von Tanja Eichhorn war die Furtherin Peyerl am schnellsten am Ball und schob ihn hinter die Linie. Das Spiel war aber auch jetzt noch nicht gelaufen. Hollabrunn versuchte weiter, Druck nach vorne zu erzeugen, dieser reichte aber nicht mehr zum Ausgleich. Ein Freistoß von Karin Windisch war für Furths Schlussfrau nicht schwer zu halten und auch weitere Aktionen von Zdenka Herkuczova und Co blieben unbelohnt. Dennoch lieferten die ATSV-Girls ein tolles Spiel und durften das Spielfeld trotz Niederlage mit erhobenem Haupt verlassen.
"Es war sicher ein Spitzenspiel in dieser Liga. Leider haben wir mit etwas Pech verloren. Eine Punkteteilung wäre heute sicherlich gerecht gewesen, meinte Hollabrunns Coach Reinhard Auer.
Torfolge: 0:1 (4.), 1:1 (19.) Windisch, 1:2 (35.), 2:2 (40.) Herkuczova, 2:3 (49.).
ATSV Hollabrunn: Eichhorn; Schreiber, Reisinger, Fürnkranz, Kopf; Bachl (85. Schwarz), Hellingerova, Wolf (75. Raffel), Schmid (89. Kirbes); Herkuczova, Windisch.